20. März 2010
Daniel Schweer ist seit Januar 2010 Vorsitzender der Jusos im Landkreis Osnabrück, einer der größten politischen Jugendverbänden in der Region. Wir haben jetzt ein Interview mit ihm geführt.
Redaktion: In der heutigen Zeit wird viel von Politikverdrossenheit unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesprochen. Sind politische Jugendorganisationen da überhaupt noch zukunftsfähig?
Daniel Schweer: Das mit der Politikverdrossenheit stimmt so pauschal nun auch wieder nicht. Es ist vielmehr so, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene ungern längerfristig binden wollen. Vielmehr geht es ihnen darum sich für eine gewisse Zeit intensiv mit einem bestimmten Themenfeld zu beschäftigen. Wir Jusos reagieren da sehr flexibel, und bieten ein vielfältiges Themenfeld an. Dies geht von Anti-Atomkraft Aktionen bis hin zum Kampf gegen Rechts. Da ist für jeden, der sich engagieren will etwas dabei.
Redaktion: Wie sieht es denn bei Ihnen generell mit dem, ich nenne das jetzt mal Parteinachwuchs, aus?
Daniel Schweer: Wir können uns nicht beklagen, natürlich kann es immer besser sein, aber gerade im Umfeld des Bundestagswahlkampfes 2009 sind sehr viele junge Leute zu uns gestoßen, die sich auch jetzt immer noch bei uns einbringen. Im Altkreis Wittlage wurde in diesem Jahr sogar einen neu Arbeitsgemeinschaft gegründet.
Redaktion: Du bist jetzt mit deinem Vorstand für zwei Jahre gewählt. Was siehst du als die größten Aufgaben in dieser Zeit bis 2012?
Daniel Schweer: Natürlich wird die nächste Zeit, vor allem bis zum Herbst 2011 von den anstehenden Kommunalwahlen geprägt sein. Wir wollen diese Chance wahrnehmen, und dafür sorgen, dass sich so viele engagierte, kompetente Jusos wie eben möglich auf den vordern Listenplätzen wieder finden. Dies gilt es zur Not auch gegen Quotenregelungen durchzusetzen. Wir wollen eine Verjüngung der Fraktionen und nicht eine Verjüngung der Wahllisten erreichen.
Redaktion: Und was sind die generellen Aufgaben der Jusos als politische Jugendorganisation?
Daniel Schweer: Oh, das jetzt in ein paar Sätzen zu beantworten ist schwierig, aber ich versuche es mal. Zum einen haben wir Jusos die Aufgabe neue, junge Leute für die SPD zu begeistern und zu gewinnen. Zum anderen wollen wir aber auch auf die Themen der Jungen Menschen aufmerksam machen. Unsere Meinung muss hierbei jedoch nicht immer mit der der Partei übereinstimmen, aber das ist auch gut so. Eine weitere große Aufgabe ist es den Parteinachwuchs zu schulen. Wir bieten auf allen Ebenen Seminare zu den Verschiedensten Themen an. Bei uns sollen die Politiker von morgen, ihr Handwerkszeug erlernen.
Redaktion: Danke, Daniel, dass du dir die Zeit genommen hast.
Daniel Schweer: Bitte, gerne, und immer gerne wieder!
1 Kommentar zu Interview mit dem neuen Juso-Kreisvorsitzenden - "Das mit der Politikverdrossenheit stimmt so pauschal nun auch nicht."
Paul
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am 27. März 2010 um 17:06 Uhr
schönes bild^^